Du bist großartig

 

Und einzigartig, phantastisch, brillant, außergewöhnlich, wunderbar, besonders, genial und noch viel mehr!

Ja, okay, nicht immer alles zusammen rund um die Uhr. Da haben wir wohl alle noch Luft nach oben. Den Anspruch finde ich auch etwas anstrengend.

 

Aus kleinen Eicheln wachsen große Eichen

 

Wenn du mal hinschaust, was du die Woche über alles getan hast… Da waren doch ganz sicher Situationen dabei, in denen du ein offenes Ohr für andere Menschen hattest, ihnen zugehört hast, freundlich und hilfsbereit warst. Vielleicht waren es nur kleine Momente, die für dich keine gigantische Bedeutung hatten. Aber für dein Gegenüber haben sie vielleicht einen riesigen Unterschied gemacht.

 

  • Die Tür zur Sattelkammer aufgehalten, damit deine Freundin unfallfrei mit ihrem neuen Sattel durchgehen konnte?
  • In der Kaffeeküche den letzten Rest Kaffee aus der kalten Kanne gespült, damit er keine bleibende Verbindung mit ihr eingeht?
  • Das Pferd einer Bekannten kurz gehalten, weil sie „schnell noch mal wo hin musste“?

Mit diesen kurzen Alltagssituationen geht es schon los!

Als Stallbetreiberin, Trainerin, Hufpflegerin, Behandlerin usw. winkst du das Halten vom Pferd vielleicht sogar durch: „Das gehört doch zu meinem Job.“ Na und? Wird es weniger aufmerksam und hilfreich, wenn du später ein paar Scheine ausgehändigt bekommst?!?!?!?!

 

Kannst du Dank annehmen?

 

Wie reagierst du, wenn sich jemand bei dir bedankt? „Nicht dafür“ ist in meiner Wahrnehmung ein völlig bescheuerter Satz. Sorry, auch wenns norddeutsch ist. „Da nich‘ für“ sagt aus, dass man die eigene Handlung für selbstverständlich hält und macht sie klein. Und – weiter gedacht – auch sich selbst.

Aber wenn wir Dank nicht annehmen, nehmen wir diesem Menschen die Möglichkeit, sich zu bedanken. Wir nehmen ihm die Möglichkeit, gute Samen zu säen. Schon 1.000 Mal unbewusst gemacht? Keine Tragödie, ab jetzt kannst du darauf achten.

Und welche Wirkung hat es auf uns, wenn sich jemand bei uns bedankt und wir „Nicht dafür“ antworten? Es macht unsere Tat klein und unwichtig. Und irgendwann haben wir dann ein moralisches Tief, fühlen uns klein und unwichtig und haben keine Idee, wo das her kommt und wie wir wieder raus kommen.

Du findest die Lösung?

Du ahnst es vielleicht: Ich spreche schon wieder über das Naturgesetz von Saat und Ernte.

Wenn wir anderen helfen, bemerken es auch andere Menschen, wenn wir mal Hilfe brauchen. Dann wird uns auch geholfen.

 

Erinnere die vier karmischen Gesetze

 

1. Gleiches erzeugt Gleiches
2. Was du zurück bekommst ist größer als das, was du getan hast
3. Wenn du nichts pflanzt, bekommst du nichts zurück
4. Wenn du etwas pflanzt, musst du etwas zurück bekommen.

Wie wir unsere guten Samen schwächen wissen wir nun. Wir können sie aber auch hegen und pflegen, wässern und düngen.

Dafür habe ich das Wort Kaffeemeditation kennen gelernt.

 

Die Kaffeemeditation

 

Ein merkwürdiger Name für eine Meditation, die keine ist.

Der Bezug auf Kaffee (Tee, Kakao oder was auch immer du magst) beschreibt eine gemütliche, freudvoll-entspannte Stimmung. Du musst dir nicht auf dem Kissen die Beine verknoten oder perfekt aufrecht auf einem Stuhl sitzen. Lümmel dich auf die Couch, zu deinem Pferd in die Box oder mit Katze oder Hund auf den Knien in euren Lieblingssessel.

Dann geh in Gedanken die letzten Stunden noch einmal durch. Wann hast du anderen Wesen etwas Gutes getan, ihnen geholfen? Denke gerne an meine Beispiele: Auch „Kleinigkeiten“ machen große Unterschiede.

Am wirkungsvollsten ist die Kaffeemeditation kurz vor dem Einschlafen. Das sind viel wertvollere Gedanken als die Themen der letzten Nachrichten oder die Einkaufsliste für die kommenden Tage. Und sie sinken während des Schlafes tief in dein Unterbewusstsein.

Ich schreibe mir seit einem Jahr jeden Abend mit einer karmischen Partnerin eine Nachricht. Mit dieser gegenseitigen Verpflichtung ist es viel einfacher „dran“ zu bleiben. Sie schickt mir eine Sprachnachricht, ich schreibe lieber. Diese Nachricht beginne ich tatsächlich schon am Vormittag und sammle dann über den Tag. Abends lese ich dann meine Notizen und wundere mich manchmal sehr positiv.

Besonders dann, wenn ich denke, dass der Tag nicht so dolle gelaufen ist.

Wenige Minuten, die einen großen Unterschied machen! Deshalb kannst du deine Notizen auch gerne „Konfettiliste“ nennen.